
Foto: vadimguzhva/Canva.com
Inhaltsverzeichnis
- 1 Individuelle Beratung
- 2 Welche Schlafposition habe ich?
- 3 Vor und Nachteile eines Seitenschläfers
- 4 Was muss ich bei der Matratzenauswahl beachten?
- 5 Welche Matratze für Seitenschläfer ist am besten geeignet?
- 6 Welche Matratzentypen sind weniger geeignet?
- 7 Passender Lattenrost für Seitenschläfer
- 8 Das passende Kissen für den Seitenschläfer
Individuelle Beratung
Als Berater in der Schlafzimmerabteilung habe ich tagtäglich mit Kunden Kontakt, die eine für sich geeignete Matratze für Seitenschläfer suchen. Das Beratungsgespräch baue ich so auf, indem ich folgende Fragen vorab abkläre:
• Welche Größe benötigen Sie?
• Haben Sie eine Allergie (Hausstauballergie)
• Schwitzen Sie nachts viel?
• Welche Temperatur haben Sie im Schlafzimmer/ welches Temperaturempfinden haben Sie?
• Welches Liegegefühl bevorzugen Sie (Fest, mittel, weich)
• Was ist ihre bevorzugte Schlafposition?
Das sind im Grunde die Fragen, die ich dem Kunden bei der Beratung vorab stelle. Körperbau, Gewicht sehe ich bzw. kann ich dann ungefähr einschätzen (Die Frage nach dem Gewicht versuche ich beim Gespräch immer bisserl zu umschreiben).
Die Frage nach der bevorzugten Schlafposition beantworten über die Hälfte damit, das sie bei Nacht oft auf der Seite liegen. Zwar drehen sich viele nachts immer wieder im Schlaf, doch meist wird der Schlaf in der Seitenlage verbracht.
Auch ich bin ein Seitenschläfer, weil ich so am besten der Rücken nach meinem Empfinden entlastet wird. Wichtig bei dieser Position ist aber ein dementsprechendes Schlafsystem. Angefangen mit Lattenrost, Matratze und ein passendes Kopfkissen.
Besonders die Matratze sollte für diese Schlafposition und somit einem erholsamen Schlaf geeignet sein.
Welche Schlafposition habe ich?
Diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Ich für meinen Teil weiß, das ich in der Seitenlage einschlafe. Werde ich nachts wach, liege ich meist immer noch in der Seitenlage (kann aber dann auch mal auf der anderen Seite sein, da ich mich Schlaf öfters drehe).
Wer sich nicht sicher ist, kann seinen Partner befragen oder nutzt als Alternative einen Schlaftracker*. Diese zeichnen Positionen, Bewegungen und Herzfrequenz auf. Ermitteln so den Schlafrhythmus und die Schlafdauer.
Vor und Nachteile eines Seitenschläfers
Was sind die Vorteile eines Seitenschläfers?
• Entlastung der Rückenmuskulatur
• Seitenschläfer schnarchen weniger
• geringeres Risiko bei Schlafapnoe (Atemstörungen im Schlaf)
• Besser Verdauung
• eine bequeme Position für Schwangere
• die seitliche Lage vermindert das Aufsteigen von Magensäure (Sodbrennen)
Nachteile Seitenschläfer
• Bei einer zu harten Matratze werden Schulter- und Beckenbereich zu stark belastet
• Bei falscher Matratze besteht die Gefahr der Überdehnung/Überstreckung der Wirbelsäule
• Die Gliedmaßen können unter erhöhtem Druck einschlafen
• Hoher Druck auf Muskulatur, Organe und Gelenke bei Übergewicht
Was muss ich bei der Matratzenauswahl beachten?
Damit die oben erwähnten Nachteile nicht zum tragen kommen, muss die Matratze für die stark belastenden Körperregionen optimal ausgerichtet sein. Eine hohe Punktelastizität ist erforderlich, damit der Schulterbereich etwas einsinken und Becken-/Hüftbereich ausreichend gestützt werden.
Der Körper sollte im Optimalfall in der Seitenlage eine gerade Linie bilden dabei aber trotzdem ihre natürliche S-Form behalten. Damit der Körper zum einen einsinken zum anderen gestützt werden kann, ist eine Matratze mit mehreren Liegezonen wichtig. Die gängigsten Matratzen sind mit 5 oder 7-Liegezonen ausgestattet.
Die Zonen werden durch unterschiedliche Schnitte (Kaltschaummatratze, Gelmatratze) oder durch verschiedene Drahtstärken (Bonellfederkern- und Taschenfederkernmatratzen) erreicht und können so durch optimale Körperanpassung Verspannungen im Nacken-, Schulter-, und Beckenbereich vermeiden.
Letzte Aktualisierung am 3.04.2025 .* = Affiliate Links- Bilder von der Amazon Product Advertising API
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Welche Matratze für Seitenschläfer ist am besten geeignet?
Unter Beachtung der aufgeführten Punkte (Mehrere Liegezonen, hohe Punktelastizität) ist es darüber hinaus wichtig, den richtigen Härtegrad zu ermitteln.
Bei einer zu festen Matratze besteht die Gefahr, das der Körper nicht ausreichend in die Matratze Einsinken kann. Verspannungen, Rückenschmerzen und ein unruhiger Schlaf sind oft die Folge.
Eine zu weicher Matratze lässt den Körper durchhängen. Die gewünschte gerade Linie wird nicht erreicht und die einzelne Körperregionen werden nicht ausreicht gestützt und kommen in eine schiefe Lage. Rückenschmerzen und Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich sind meist die Folge.
Da bei der Seitenlage das Körpergewicht auf wenigen Stellen lagert und einzelne Körperpartien stärker beansprucht werden, sollte die Matratze weicher als z. B: bei Rückenschläfer sein.
Sehr gut für den Seitenschläfer sind Kaltschaummatratzen (oder sogenannte Multi-Zonen-Formschaummatratzen) geeignet, die etwas weicher und elastischer sind.
Dadurch können Schulter und Hüften perfekt einsinken und haben trotzdem genügend Stützkraft. Auch ein Kaltschaumtopper kann in Verbindung mit einem bestehenden Schlafsystem diese Vorteile bieten.
Viele Hersteller bieten beim Kauf über das Internet „Probeschlafen“ an. Amazon oder auch Otto.de* bietet hier für dich eine perfekte „Testumgebung“. Stellst du innerhalb der gesetzlichen Rückgabefrist fest, das die Matratze nicht für deine Bedürfnisse geeignet ist, kannst du diese einfach und unkompliziert wieder zurücksenden.

auf Otto.de*
Welche Matratzentypen sind weniger geeignet?
Bonellfederkernmatratzen haben eine geringe Punktelastizität und für Seitenschläfer somit als Matratze für Seitenschläfer weniger geeignet. Bei Matratzen ohne Liegezonen können Schulter- und Beckenbereich nicht einsinken und sind somit nicht geeignet.
Taschenfederkernmatratzen sind, aufgrund das sie immer etwas nachschwingen bedingt geeignet.
Visco-Matratzen bzw. Unterlagen mit Viscomaterial reagieren auf Körperwärme. Der Körper sinkt so in die Matratze ein und das Material passt sich an.
Dreht sich die Person im Schlaf von der eine auf die andere Seite, muss er aus dieser „Kuhle“ sich erst rausdrehen. Für eine ruhige Nacht ist diese Matratze weniger gut geeignet.
Passender Lattenrost für Seitenschläfer
Damit du wirklich eine geruhsame Nacht verbringst, ist neben der passenden Matratze für Seitenschläfer der Unterbau wichtig. Damit der Körper perfekt in der Seitenlage liegt, ist der richtige Lattenrost von großer Bedeutung.
Zum einen ist ein Lattenrost mit mindestens 28 Federleisten notwendig, damit sich das Material nicht durch die Leistenabstände drückt und dadurch eine Kuhle entsteht. Zum anderen sollte der Lattenrost eine Schulter- und Beckenabsenkung haben, um die positiven Eigenschaften einer 7-Zonen-Kaltschaummatratze zu unterstützen und verstärken.
Viele hochwertige Lattenroste haben darüber hinaus eine Härtegradeinstellung. Mit Verstellschieber kann die Härte reguliert werden. In diesem Bereich liegen zwei Federleisten übereinander die mit einem sogenannten O-Schieber zusammengehalten und die beliebig verschoben werden können. Je weiter diese nach außen geschoben werden, desto enger liegen die Leisten aneinander und umso fester ist dieser Bereich.

Für die Seitenlage benötigst du in der Taille eine gute Unterstützung, während die Hüfte eine weichere Unterlage benötigt. Auch die Schulter sollte etwas mehr einsinken. Dementsprechend werden die Verstellschieber in Form eines „V“ eingestellt. Die Schieber werden in der obersten Doppelleiste dann wieder näher gestellt (also weicher), damit der Schulterbereich mehr einsinkt.
Das passende Kissen für den Seitenschläfer
Abschluss eines harmonierten Bettensystems für den Seitenschläfer bildet das richtige Kissen. Zur Unterstützung und für die richtige Stabilität sind flache Kissen geeignet (nicht zu flache Kissen!).
Der Kopf bildet so mit der Wirbelsäule eine gerade Linie. Ein Abknicken oder überstrecken der Wirbelsäule wird mit einem flachen Kissen somit vermieden. Gelkissen oder auch Dinkelkissen sind formbeständig und passen sich sehr gut Kopf und Nacken an.
Zusätzlich kannst du auch ein spezielles Seitenschläferkissen* verwenden, auf dem du Arm und Bein ablegen und die Gelenke zusätzlich entlasten kannst.
Diese Produktpräsentation wurde mit dem AAWP-Plugin erstellt.